| AC/DC |
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Auf Margret Young ging der Vorschlag zurück, Angus solle seine alte Schuluniform auf der Bühne tragen, da er es sich in seiner Teenager-Zeit angewöhnt hatte, die Uniform nach der Schule für den Rest des Tages anzubehalten. Bis heute trägt Young bei fast allen Auftritten von AC/DC maßgeschneiderte Uniformen in unterschiedlichen Farben. Durch dieses extravagante Outfit wurde er das optische Erkennungszeichen der Band. Auch die Angewohnheit Youngs, gelegentlich im Liegen zu spielen, geht auf einen seiner frühen Auftritte zurück, bei dem er über ein Kabel stolperte. Um die Peinlichkeit zu überbrücken, spielte er im Liegen weiter. Später brachte die Uniform einen zusätzlichen Nutzen: Young war einer der ersten Gitarristen, die einen Funksender verwendeten, weil die Verkabelung ihn bei seinen lebhaften Auftritten behinderte. Da die nötige Technik damals noch nicht in den heute üblichen Bodypacks untergebracht werden konnte, wurde der Sender kurzerhand in einen Schulranzen eingebaut, den Young sich während des Auftritts auf den Rücken schnallen konnte. Malcolm, Angus und George Young sind gebürtige Schotten, zogen im Jahr 1963 mit dem Rest der Familie nach Sydney. George war der erste, der das Gitarrenspielen erlernte, und spielte in der Band The Easybeats, welche in Australien in den 60-ern sehr bekannt war. Malcolm folgte seinem älteren Bruder und spielte als Gitarrist bei der Band "The Velvet Underground" (nicht zu verwechseln mit der New Yorker Band The Velvet Underground). Sie wurden vom australischen und neuseeländischen Label "Albert Productions" angestellt. Die Anfänge: 1973 bis 1974 (Dave-Evans-Ära) Zur Zeit der ersten Konzerte war Angus Young noch nicht volljährig, so dass er nach den Konzerten nach Hause gefahren werden musste und auch nicht an den obligatorischen Alkoholexzessen teilnehmen durfte. Im Februar 1974 wurde dann die erste Single „Can I Sit Next to You Girl?/Rockin' in the Parlour“ mit Sänger Dave Evans aufgenommen, die am 22. Juli desselben Jahres in Australien und Neuseeland erschien. Die Ära Bon Scott 1975 kamen Phil Rudd als Drummer und Mark Evans als Bassist zur Band und ersetzen die jeweiligen Mitglieder. Durch ausgiebige Touren in Australien machte sich die Band schnell einen Namen. Bald stellten sich erste Auslandserfolge ein, und man veröffentlichte die LP „High Voltage“ (1976), eine Zusammensetzung aus den jeweils nur in Australien erschienenen LPs „High Voltage“ (andere Version) und „T.N.T.“. Nachdem AC/DC im Frühjahr 1976 einen Vertrag bei Atlantic Records unterzeichnet hatten, begannen sie mit Touren durch die USA und Großbritannien; innerhalb weniger Jahre produzierten sie mehrere erfolgreiche Alben, wie etwa „Dirty Deeds Done Dirt Cheap“ (1976), das erst 1981 in den USA erschien und „Let There Be Rock“ (1977). Bis dahin hatte die Band ihren charakteristischen Sound gefunden, hauptsächlich bestehend aus Malcolm Youngs druckvollen und rau gespielten Powerchords, Angus Youngs vom Blues beeinflusster Leadgitarre und Bon Scotts vom Gebrauch der Kopfstimme bestimmten Gesang. Mit „If You Want Blood You've Got It“ brachte AC/DC unter Bon Scott auch ein Live-Album auf den Markt. Als in Großbritannien 1977 die Punkwelle ins Rollen kam, stürzte das viele bis dahin erfolgreiche Rockbands in eine Krise. Die Popularität von AC/DC nahm vergleichsweise wenig Schaden, unter anderem auch, weil der Punk sich gegen zwei Entwicklungen in der Rockmusik richtete, die man AC/DC nicht vorwerfen konnte: Zahnlosigkeit und Verstiegenheit. Das erklärte Angriffsziel der Punk-Bewegung waren arrivierte Rockbands wie Genesis, Pink Floyd, Deep Purple und Led Zeppelin. Verglichen mit diesen Gruppen klang AC/DC fast so roh und ungekünstelt wie eine Punk-Band. Das nächste Album war „Highway to Hell“. Die ersten Aufnahmen gingen verloren, weshalb der dafür verantwortliche Produzent durch einen anderen ersetzt wurde. Später wurde ein Teil dieser Aufnahmen wiederentdeckt und auf der Bonfire-Box veröffentlicht. Als das Album 1979 erschien, gelangte es bis auf Platz acht der britischen LP-Hitparade und blieb dort 32 Wochen. Kurz nach der Veröffentlichung von „Highway to Hell“ verstarb Bon Scott. Am Dienstag, den 19. Februar 1980, wurde im Radio BBC London folgende Nachricht ausgestrahlt: „Heute Mittag wurde im südlichen Teil Dulwichs die Leiche des AC/DC-Sängers Ronald Belford Scott gefunden. Wie das AC/DC-Management mitteilte, starb Bon Scott an Alkoholvergiftung und infolge Erstickens durch Erbrochenes im Auto seines Freundes Alistair Kinnear. Bon Scott wurde 33 Jahre alt. AC/DC halten sich in London auf, um an den Aufnahmen der nächsten LP zu arbeiten.“ Weiter hieß es, alle Gruppenaktivitäten seien bis auf weiteres auf Eis gelegt. Noch im Februar wurde seine Leiche nach Australien überführt. Am 1. März 1980 wurde er im Kreise seiner Familie und seiner Band-Kollegen beigesetzt. Die 1980er-Jahre Vor der Produktion des Albums „Flick of the Switch“ schied Phil Rudd wegen psychischer Probleme und Alkoholabhängigkeit aus. Sein Nachfolger wurde Simon Wright, mit dem auch das folgende Album „Fly on the Wall“ produziert wurde. 1986 steuerten AC/DC dann den Soundtrack zu dem Stephen-King-Film „Rhea M – Es begann ohne Warnung“ („Maximum Overdrive“) bei: „Who Made Who“. Obwohl insgesamt nur drei neue Lieder auf der Platte zu finden waren, erreichte sie eine Chartplatzierung und markierte das Ende der kreativen Talsohle, in der sich die Band seit „For Those About to Rock“ befand. Das nächste Album, „Blow Up Your Video“, wurde wieder mit ihren ersten Produzenten, George Young und Harry Vanda, aufgenommen. Die Single „Heatseeker“ schaffte es im Januar 1988 auf Platz 12 der englischen Hitparade. Während der Tour zu „Blow Up Your Video“ musste sich Malcolm Young einer viermonatigen Alkohol-Entziehungskur unterziehen; währenddessen vertrat ihn sein Neffe auf den Konzerten. Ebenfalls 1990 verließ Simon Wright die Band und wurde durch den ehemaligen Schlagzeuger der „Manfred Mann’s Earth Band“, Chris Slade, ersetzt. Die 1990er-Jahre 1995 stieg Phil Rudd wieder bei AC/DC ein. In dieser Besetzung hat die Band seither drei Alben aufgenommen, „Ballbreaker“ (1995), „Stiff Upper Lip“ (2000) und „Black Ice“ (2008). Während Ballbreaker den Stil der 1970er wiederfand, warf man Stiff Upper Lip eine gewisse Monotonie vor, welche sich in den überwiegend bluesigen Liedern äußerte. Seit 2000 2003 spielten AC/DC im Vorprogramm der Rolling Stones auf einigen Konzerten in Europa und den USA. Die Stadt Melbourne in Australien würdigte die Erfolge der Band am 1. Oktober 2004 mit einem eigenen Straßennamen, der ACDC Lane. Diese liegt in der Nähe der Swanston Street, wo AC/DC auf einem Tieflader das Video für It's a Long Way to the Top aufnahmen. Auf dem Straßenschild wurde auch der charakteristische Blitz verwendet. Ebenso gibt es im spanischen Leganés seit dem 2. März 2000 eine Straße namens Calle de AC/DC. Das neue Album Black Ice ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz offiziell am 17. Oktober und weltweit am 20. Oktober 2008 erschienen. Die erste Singleauskoppelung aus diesem Album – Rock ’n’ Roll Train – wurde bereits am 28. August 2008 veröffentlicht. Black Ice schaffte es auf Anhieb, in 29 Ländern die Spitze der Albumcharts zu erobern. Man kann das Album in Versionen mit gelbem, rotem und weißem Cover erstehen. Des Weiteren gibt es eine limitierte Auflage mit erweitertem Booklet und blauen Cover. Black Ice ist ebenfalls als Doppel-LP auf Vinyl erhältlich. Stil und Erfolge AC/DC haben mehr als 150 Millionen Tonträger verkauft. Das Live-Album von 1978 „If You Want Blood (You’ve Got It)“ war 1978/79 58 Wochen ununterbrochen in der britischen LP-Hitparade. „Back in Black“ wurde allein in den USA 21 Millionen Mal verkauft.[24] Insgesamt wurde „Back in Black“ 49 Millionen Mal verkauft und ist damit das zweiterfolgreichste Album überhaupt. 2010 erhielt AC/DC erstmalig einen Grammy in der Kategorie „Beste Hard-Rock-Darbietung“ (Best Hard Rock Performance) für den Titel „War Machine“ vom Black-Ice-Langspieler, der (in der Kategorie „Bestes Rock-Album“) ebenfalls nominiert war. Das Album konnte sich allerdings nicht gegen „21st Century Breakdown“ von Green Day durchsetzen. Während ihrer Blütezeit in den späten 1970er- bis in die 1980er-Jahre wurde Hard-Rock im Allgemeinen wenig beachtet, und wenn AC/DC für einen Grammy nominiert wurde, so wurden stets andere Bands mit dem unter Musikern begehrten Preis bedacht. AC/DC ist eine vielfältig musikalisch einflussreiche Band. Die Formation Bad Boy Boogiez bezieht sich in ihrem Namen beispielsweise direkt auf einen Song der Band. Bei der Grammy-Verleihung 2010 bekannte sich auch der Green-Day-Sänger und Gitarrist Billie Joe Armstrong als stark von AC/DC beeinflusst: -"I love AC/DC," Green Day frontman Billie Joe Armstrong told reporters backstage. "[...] If it wasn't for (AC/DC guitarist) Angus (Young), I wouldn't be playing guitar. But no, I don't feel bad for them." (dt. „Ich liebe AC/DC,“ erzählte Green-Day-Frontmann Billie Joe Armstrong gegenüber Reportern im Backstage-Bereich. „Wenn Angus (Young) nicht gewesen wäre, würde ich keine Gitarre spielen.“)
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Name und Hintergründe














